CapitalPath Impuls
Achtzehn Jahre gehen schnell
Wem gehört das Geld, das für ein Kind zurückgelegt wird, und wer entscheidet mit 18 darüber? Ein Impuls mit einer Filmzeile aus „Ferris macht blau“ über das Innehalten, solange das Kind noch klein ist.
Nilesh Kulkarni · CapitalPath
Life moves pretty fast. If you don't stop and look around once in a while, you could miss it.
Der Gedanke
In „Ferris macht blau“ (1986, Buch und Regie: John Hughes) schwänzt Ferris Bueller, gespielt von Matthew Broderick, einen ganzen Schultag und erklärt seine Lebenshaltung gleich zu Beginn in einem Satz, den er gegen Ende noch einmal wiederholt: „Life moves pretty fast. If you don't stop and look around once in a while, you could miss it.“ Sinngemäß übersetzt: „Das Leben geht ziemlich schnell. Wenn du nicht ab und zu stehen bleibst und dich umschaust, verpasst du es womöglich.“
Eltern kennen das Gefühl ohne Film. Gerade wurde noch die Einschulung gefeiert, und plötzlich steht die Frage nach dem Führerschein im Raum. Beim Geld für das Kind lohnt sich das kurze Innehalten besonders, weil eine Regel oft erst spät auffällt. Laut Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest gehört Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, dem Kind. Die Eltern verwalten es, dürfen es aber nicht für sich nutzen. Sobald das Kind 18 wird, entscheidet es selbst, was damit passiert, und die Eltern haben keinen Zugriff mehr.
Das ist weder gut noch schlecht, es ist eine Entscheidung, die man bewusst treffen sollte. Wer für ein Kind spart, spart also immer auf einen Namen und für einen Zweck. Läuft der Vertrag auf die Eltern, stellt sich die umgekehrte Frage, ob und wann das Kind ihn einmal übernehmen soll. In Mein Ansatz steht das Verstehen vor dem Entscheiden, und hier heißt Verstehen ganz praktisch: Wer hat wann das letzte Wort? Mehr zu den Möglichkeiten findest du auf der Seite zur Kindervorsorge.
Eine fiktive Geschichte
Die Personen und der Ablauf sind frei erfunden.
Lina wird sechs. Am Nachmittag sitzt die halbe Familie in der kleinen Wohnung in Kassel, auf dem Tisch steht ein schiefer Schokoladenkuchen. Oma Renate drückt ihrem Sohn Tobias einen Umschlag in die Hand, während Lina mit ihrem Cousin über das neue Fahrrad streitet. „Das ist nicht für jetzt“, sagt sie leise. „Ich zahle seit ihrer Geburt auf ein Sparbuch ein, das auf Lina läuft. Hier sind die Unterlagen, damit ihr Bescheid wisst.“
Tobias bedankt sich und ist gerührt. Erst am Abend, als Sevgi die Teller abräumt und er die Unterlagen durchblättert, fällt ihm auf, wie unterschiedlich die beiden Töpfe sind. Das Sparbuch der Oma gehört Lina. Der Sparplan, den er und Sevgi vor drei Jahren angefangen haben, läuft auf seinen eigenen Namen, obwohl sie immer vom „Geld für Lina“ sprechen. „Weißt du eigentlich, wofür wir das machen?“, fragt er. Sevgi überlegt. „Für Lina eben. Für später.“ Mehr wissen beide nicht, und das finden sie in dem Moment fast komisch.
Beim Einräumen der Unterlagen fällt ihm die Glückwunschkarte aus dem Kreißsaal in die Hand, die seitdem im selben Ordner liegt. Auf der Rückseite hat er damals, in der ersten Nacht, mit Kugelschreiber notiert: „Bis sie groß ist, klären: wofür, und wer entscheidet.“ Er liest den Satz zweimal, dann liest er ihn Sevgi laut vor. Sie lacht und sagt: „Dann haben wir ja noch zwölf Jahre.“ Tobias legt die Karte diesmal obenauf.
Was das bedeutet
01
Die Zeile „Life moves pretty fast …“ stammt aus dem Film „Ferris Bueller's Day Off“ (1986, Buch und Regie John Hughes) und wird von Ferris Bueller (Matthew Broderick) gesprochen.
02
Geld auf dem Namen des Kindes gehört dem Kind. Eltern verwalten es bis zur Volljährigkeit, ab 18 entscheidet das Kind allein (Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest).
03
Sparen auf den eigenen Namen für das Kind ist eine andere Entscheidung mit anderen Folgen. Hilfreich ist, beide Varianten bewusst zu wählen, statt sie sich ergeben zu lassen.
04
Ein kurzer Blick zurück, etwa an einem Geburtstag, reicht oft, um zu klären, wofür das Geld gedacht ist und wer später das letzte Wort hat.
Weiterdenken
Quellen und weiteres Lesen
- Ferris Bueller's Day Off (öffnet in neuem Tab)
Wikiquote (englisch), Zitate aus dem Film, darunter die Zeile zu Beginn und gegen Ende · abgerufen 13.10.2026
- Ferris Bueller's Day Off (öffnet in neuem Tab)
Wikipedia (englisch), Angaben zum Film (Buch und Regie John Hughes, Matthew Broderick, Paramount Pictures, US-Start 11.06.1986) · abgerufen 13.10.2026
- Ferris Bueller's Day Off (1986) (öffnet in neuem Tab)
IMDb, Titelseite des Films · abgerufen 13.10.2026
- Mein Kind wird 18: Was ändert sich rund um Geld und Konten? (öffnet in neuem Tab)
Verbraucherzentrale · Stand 28.08.2025 (abgerufen 13.10.2026)
- Kinderdepot-Vergleich (öffnet in neuem Tab)
Stiftung Warentest (test.de), Abschnitt „Das Geld gehört dem Kind“ · abgerufen 13.10.2026
Hinweis zur Erstellung
Dieser Inhalt kann mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt sein.
Kurz zur Einordnung
Dies ist allgemeine Information und Orientierung, keine individuelle Beratung.

